Herzlich willkommen!

Unsere drei Gemeinderätinnen: "Wir freuen uns, tatkräftig an der Gestaltung der Zukunft unserer Gemeinde mitzuwirken. Für Ihre Anregungen sind wir offen, für Ihre Gespräche mit uns dankbar."

Bürgerhaus Ersingen von 1598

– wird mit Brandschutz und Barrierefreiheit  zukunftsfähig gemacht 


Unser Vorschlag:
Die Liste MUM schlägt eine leicht abgewandelte Form der Variante vor, bei der die Brandschutztreppe und der Aufzug auf der Ostseite vom Bürgerhaus abgerückt (ein Kreis in Leuchtfarbe wurde für den Standort markiert) platziert sind. Hierbei sollen die Vorteile der Variante West mit einfließen. Konkret bedeutet das, dass der Aufzug bis auf das Lindenstraßenniveau reicht und so der Zugang sowohl über die Lindenstraße als auch über die Kirchstraße möglich ist. Ein Behindertenparkplatz sollte bei den bereits vorhandenen Parkplätzen ausgewiesen werden. Die Zufahrt über die Kirchstraße kann dadurch auf Notfälle beschränkt werden, was die Parksituation zwischen Kirche und Bürgerhaus enorm entlastet. Geklärt werden muss, wer die Stege von Laub, Eis und Schnee freihält. Uns ist klar, dass der Zugang Lindenstraße weitere Kosten mit sich bringt. Wir bitten die Verwaltung, durch das Architekturbüro die Kosten für diese Zusatzvariante berechnen zu lassen und sind uns sicher, dass es diese optimierte Lösung wert ist!


Dank an das Gremium! Was uns gefällt: Der Gemeinderat ringt um die beste Lösung - das Gremium zeigt unisono, wie wichtig die Angelegenheit ist. Gerade wenn etwas unklar ist, braucht es eine breite Debatte. Danke dafür, dass sich das Gremium Zeit lassen will, um möglichst viele Gesichtspunkte und Varianten zu beleuchten, dabei wurden auch die Vereine in die Planungen gut eingebunden. Wir möchten alle Menschen zum Mitwirken einladen. Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns Ihre Meinung per Mail oder in einem Brief. Denn das Gemeinwohl muss die Regeln schreiben, wie wir das Geld der Gemeinde investieren.

 

Begründung

Schon viele Veränderungen hat die ehemalige Zehntscheuer im Laufe der vergangenen 400 Jahre erlebt. So war sie lange Zeit auch Schule und nun Bürgerhaus mit Platz für die katholische Bücherei, den Ratssaal, für Vereine und das Kämpfelbacher Heimatmuseum.
Die Liste Mensch und Umwelt fordert seit 2014 einen barrierefreien Zugang für das Bürgerhaus – beginnend mit der Bücherei bis hinauf ins Heimatmuseum – Barrierefreiheit auf allen Etagen in Kombination mit dem längst überfälligen Brandschutz, d.h. Bau eines zweiten Rettungswegs. Dabei war uns immer wichtig, dass das Bürgerhaus seinem Namen gerecht werden soll - ein offenes Haus für alle Menschen. Denn das Haus muss den Menschen dienen und eine Teilhabe aller ermöglichen. Klar ist uns auch, dass dies eine einschneidende Veränderung ist – sowohl am inneren als auch am äußeren Erscheinungsbild.
Gerade die Bürger*innen, die sich von Anbeginn für das Museum eingesetzt haben, die ihre Erinnerung wohl aufgehoben wissen, unter dem Dach des Heimatvereins Kämpfelbach, die mit viel Engagement bis in Detail Werkstätten, das Leben der Kämpfelbacher*innen in früheren Zeiten nachbildeten und so veranschaulichen - auch für die jungen und Zugezogenen der Gemeinde, ohne diese Menschen wäre das Museum heute nicht, was wir so sehr schätzen. Gerade diese Menschen können heute kaum oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen das Museum besuchen.


Das Bürgerhaus ist ein offenes Haus für alle Menschen, so sollen alle, auch Menschen mit Einschränkungen die Möglichkeit haben, die Bücherei zu nutzen, an Ratssitzungen teilzunehmen, Entlastung beim Transport von schweren Instrumenten erfahren und auch ein Schachspiel im Rollstuhl soll möglich sein.


All die vergangenen Jahre hat sich unsere Liste vehement genau dafür stark gemacht. Die SPD setzt sich für ein barrierefreies Kämpfelbach ganz allgemein ein, wie auf ihrer Homepage zu lesen ist. Die FWV hat erstmals einen barrierefreien Zugang in ihrem Wahlprogramm für 2019 formuliert, die Bedenken der CDU, ob der jährlichen Betriebskosten und der Kosten allgemein für einen Aufzug, konnten 2020 ausgeräumt werden. Nun gilt es, endlich das Thema Brandschutz für das Bürgerhaus gemeinsam anzugehen und dabei eine barrierefreie Nutzung zu realisieren.


Hier möchten wir unseren Abwägungsprozess und unseren Vorschlag darstellen. Die Zukunftsfähigkeit des ehrwürdigen Gebäudes soll praktikabel sein und möglichst vielen Menschen nützen, aber auch möglichst wenige beeinträchtigen. Klar ist, alle Maßnahmen werden, je nach Blickwinkel, das äußere, vertraute Erscheinungsbild des Bürgerhauses verändern.


Aufzug und Rettungsweg auf der Westseite:
Diese Variante besticht durch die Nutzung des Aufzugs, nicht nur um in das Bürgerhaus selbst zu gelangen, sondern ermöglicht auch Zugänge über die Lindenstraße zur Kirchstraße barrierefrei – für alle Kirchgänger*innen, für die die Treppen beschwerlich sind oder auch die Extrarunde mit Rollator große Mühe bereitet und für alle Besucher*innen, die mit dem PKW in der Lindenstraße direkt am Aufzug abgesetzt werden können bzw. ihr Auto auf einem noch anzuweisenden Behindertenparkplatz an der Lindenstraße parken.
Aber: Die Treppenanlage neben dem Bergbäck würde deutlich schmaler werden, im Obergeschoss des Heimatmuseums ist an dieser Stelle des Notausgangs eine historische Keilstufentreppe in
Kopfhöhe sowie das Goldschmied Kabinett, in liebevoller Handarbeit nachgestellt – beides würde dabei verloren gehen. Zudem würde die Kleinkunstbühne auf die gegenüberliegende, deutlich kleinere Gegenseite verlegt werden müssen. Die Folgen wären nur halb so viele Zuschauer*innen, dadurch geringere Einnahmen bzw. steigende Eintrittspreise für Veranstaltungen im Heimatmuseum.


Varianten Ost:
Beide Varianten im Osten führen dazu, dass der Weg zum barrierefreien Zugang sich gerade für die Menschen, die ihn benötigen – verlängert. Die Folge ist, dass Fahrzeuge in die beengte Kirchstraße einfahren, um eingeschränkte Menschen am Aufzug abzusetzen. Manche parken dort sogar. Doch diese Straße ist zukünftig in Höhe der Treppenanlage über die gesamte Breite des Bürgerhauses für Fußgänger*innen freizuhalten – und für den Notfall. Andererseits wurde die neue Raumaufteilung bereits mit den Vereinen geklärt und die Einschränkungen für den Heimatverein wären überschaubar.


Christine Fischer, Sigrid Bellitto und Martina Frey

Nachlese zur Gemeinderatssitzung am 9.11.2020

 

Zu TOP 7: Elternbeiträge zur Kinderbetreuung- Beratung und Beschlussfassung

 

In der  Sitzung wurde die Erhöhung der Kinderbetreuungskosten um 2% für 2021 und 2% für 2022 mehrheitlich beschlossen. Im Rahmen dessen, wollte die Fraktion der Liste Mensch und Umwelt Kämpfelbach den  Wechsel des Beitragsmodells beantragen.  Bürgermeister Udo Kleiner hat den Antrag in der Sitzung nicht behandelt, stattdessen wird er in eine der kommenden Sitzungen auf die Tagesordnung gesetzt.

 

Antrag der Liste MUM

Der Gemeinderat beschließt, die Verwaltung wird beauftragt,  die Kindergartenbeiträge ab 2021 vom Badischen auf das Württembergische Modell umzustellen.

 

Begründung:

- Jedes Kind einer Familie unter 18 Jahren wird bei den Beiträgen für Kindergärten und Krippe berücksichtigt.

- Es ist nicht ausschlaggebend wie viele Kinder einer Familie gleichzeitig in einer Betreuungseinrichtung sind (Badisches Modell), sondern wie viele Kinder unter 18 in einem Haushalt leben.

- Dies führt zur Entlastung von Familien, ganz besonders großer Familien.

- Ab dem 5. Kind ist die Betreuung kostenlos.

- Vgl. auch Empfehlungsschreiben des Gemeinde- und Städtetages Baden-Württemberg und die 4 Kirchenkonferenz über Kindergartenfragen.

 

 

Nähere Erläuterung:

Nach dem Württembergischen Model bekommen Familien mit mehreren Kindern unter 18 Jahren, die im gleichen Haushalt wohnen, eine Ermäßigung auf die Kindergartenbeiträge, auch wenn nur ein Kind im Kindergarten oder in der Krippe ist. Das Württembergische Beitragsmodell wird beispielsweise in Ispringen und Remchingen angewendet.

Beim Badischen Modell, wie aktuell in Kämpfelbach, bekommen nur diejenigen Familien, die gleichzeitig mehrere Kinder in eine Einrichtung schicken, eine Ermäßigung. Die Liste MUM möchte Familien mit mehreren Kindern finanziell entlasten. Mit dem Württembergischen Modell setzen wir ein Zeichen - hin zu mehr Familienfreundlichkeit.

 

 

Christine Fischer¸ Sigrid Bellitto und Martina Frey

KW 48

Kläranlage Königsbach will ihre Hausaufgaben machen

 

Das erste Mal seit der Kommunalwahl 2019 trafen sich die Mitglieder des Abwasserverbandes, eine stattliche Männerrunde von rund 20 Mitglieder, in der Festhalle in Ersingen. Hauptthema war die Vorstellung der Machbarkeitsstudie für eine vierte Reinigungsstufe durch das Büro Weber Ingenieure, die ebenfalls in großer Mannschaft anwesend waren.

 

Andreas Beetz und Dr. Steffen Metzger stellten die Studie dem Gremium vor.  Ökologische Gründe machen diese längst fällige vierte Reinigungsstufe unabdingbar. Unsere Kläranlage muss ihre Hausaufgaben machen in Bezug auf die Phosphor und Spurenstoffelimination, denn Spurenstoffe sind teilweise schon im Trinkwasser angekommen.

 

Metformin, ein Antidiabetikum, sticht hier besonders heraus. Davon haben wir richtige Frachten im Bodensee,  die wir als Menschen dort einbringen, so Steffen Metzger. Mitverantwortlich ist auch eine zunehmende Chemisierung unseres Alltags: Über 100.000 Stoffe sind dadurch im Umlauf. Zudem wird der Arzneimittelverbrauch in den nächsten 30 Jahren um 50 Prozent zunehmen. Und das, was wir im Gewässer sehen, ist nur die Spitze des Eisbergs!

 

15 g Diclofenac verlassen die Kläranlage Königsbach täglich - 20 Tuben Voltaren werden Tag für Tag im Kämpfelbach ausgedrückt.  Es ist dringend erforderlich, die Spuren aus unseren Gewässern zurückzunehmen. Wie dies in der Kläranalage Königsbach geschehen kann, erklärte Andreas Beetz. Er stellte drei Varianten zur Elimination vor. Pulverisierte Aktivkohlefiltration(PAK), granulierte AK und Ozon.  Betrachtet man die Investitionskosten und die langjährigen Betriebskosten, sowie die Gegebenheiten vor Ort, spricht sich Andreas Beetz für die Spurenelimination mit PAK auf dem Anlagengelände aus.  80 Prozent der vom Land als Leitparameter ausgewählten Stoffe können so an die AK gebunden werden. Begleiteffekt: Mikroplastik hält eine Filtration, die bei diesem Verfahren erforderlich ist, deutlich besser zurück als in den anderen Varianten.

 

Die Investition wird sich nach dem aktuellen Stand auf 4,8 Mio belaufen, finanziert durch die jährlichen Abschreibungen. Zuschüsse locken zwischen 20-80%. Mit der Fertigstellung wird in 4 Jahren gerechnet.

 

Christine Fischer

Schottergärten – einfach praktisch?!

 

In Kämpfelbach haben sich nicht wenige Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer dafür entschieden, ihren Vorgarten mit Tonnen Kies und Schotter zuschütten zu lassen.

Nun folgt auch die Gemeinde diesem negativ Trend - aktuell bei der Gestaltung von vier Verkehrsinseln an der Schlossgasse und der Vaihenwiesenstraße in Ersingen. 

Die Gründe mögen vielfältig sein. Einige streben damit eine Minimierung der Pflege an, einige schätzen die reduzierte Erscheinung und Ästhetik, vielen fehlt einfach die Zeit oder eine Gestaltungsidee, in manchen Fällen sind die Menschen körperlich nicht mehr in der Lage, sich um einen Garten zu kümmern.

 

Was viele nicht wissen: Ein Kies- oder Schottergarten ist keineswegs besonders pflegeleicht. Auch ist ein solcher „Garten“ nicht kostengünstig oder langlebig. Biologisch gesehen sind viele dieser Gärten zudem tot, denn sie bieten den meisten Tieren und Pflanzen weder Nahrung noch Lebensraum.

 

In jedem Fall gibt es bessere Alternativen als einen Schottergarten bzw. Schotterinseln. Denn Schotter und Kies haben sehr viele ökologische Nachteile.

 

Auch wenn ein paar bienenfreundliche Pflanzen gepflanzt werden, zählen folgende Argumente:

 

  • Schottergärten sind schlecht für das Klima: Die Steine erhitzen sich, verstärktes Gießen der Pflanzen ist erforderlich, es ist keine ausgleichende Abkühlung der Luft möglich, da die Steine nachts Wärme abstrahlen.
  • Schotter verstärkt den Lärm der Autos.
  • Ein unter der Schotterschicht ausgebrachtes Vlies, unterstützt die Versiegelung, die Bodenunfruchtbarkeit und erhöht die Erneuerungskosten.
  • Schottergärten verstoßen gegen die Landesbauordnung (§9 LBO).

Wer sich einen pflegeleichten Garten wünscht und gleichzeitig den Artenschutz unterstützen möchte, darf nicht zum Schotter greifen!

Die heimische Natur hat viele Alternativen zu bieten, welche Arbeit sparen, den Insekten und anderen Tieren einen Lebensraum geben und gleichzeitig ästhetisch wirken.

 

Die Schotterinseln in der Gemeinde Kämpfelbach zählen als Verkehrsflächen und nicht als Grünfläche zwischen der Bebauung und verstoßen deshalb nicht gegen die LBO. Die negativen Auswirkungen sind jedoch dieselben. Deshalb sollte sich auch hier die Gemeinde ihrer Vorbildfunktion bewusst sein.

„Schottergärten sind ein Angriff auf die Lebensqualität – für uns Menschen genauso wie für Pflanzen und Tiere.“ Gerhard Bronner Landesnaturschutzverband, Baden-Württemberg

 

Schottergärten werden von manchen Kommunen als teil- beziehungsweise vollversiegelt eingestuft. Je nach Abdichtung nach unten können Gebühren für das abfließende Regenwasser anfallen.

Schotterflächen habe einen Versiegelungsgrad von 30%. Wenn diese Fläche in den öffentlichen Kanal entwässert, dann ist dies in Kämpfelbach auch gebührenpflichtig. Kommunen können in ihren Bebauungsplänen Schottergärten rechtssicher ausschließen (vgl. Heilbronner Bebauungspläne).

 

Links zum Weiterlesen:

Schottergärten sind für Tiere so wertlos wie ein Aldi-Parkplatz https://kraichgau.news/bretten/c-bauen-wohnen/lnv-schottergaerten-sind-illegal_a29824

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/planung/26658.html

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/planung/26659.html

Info-Flyer „Versteinerte Gärten: Wie Schottergärten Pflanzen, Tieren und dem Kleinklima schaden“. Das Faltblatt ist ab sofort beim LNV zu beziehen sowie online als PDF abrufbar unter www.lnv-bw.de/schottergaerten

 

Christine Fischer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Gemeinderatssitzungen waren seit Beginn des Lookdowns aufgrund der Pandemie ausgefallen. Letztmals hatte der Gemeinderat im Februar 2020 getagt. Informiert wurde die Liste MUM über zwei Eilentscheidungen, die Bürgermeister Kleiner in der Zwischenzeit verfügt hatte: Abbruch eines Hauses in der Schopfwiesenstraße und Ausbau der großen Brunnenstraße. Nun haben wir die Einladung zur öffentlichen Sitzung am 11.5.20 sowie die Ankündigung für die nächste Sitzung am 25.5.20 erhalten. Diese Sitzung soll, damit die Hygienevorschriften eingehalten werden können,  in der Kämpfelbachhalle stattfinden. 
Weder Bekanntgaben noch Fragen des Gemeinderates und der Bürger*innen stehen als Tagesordnung auf der Sitzungsvorlage. Darauf soll in der Krise verzichtet werden, nur Wesentliches soll behandelt werden. Wir fragten uns: Ist das zulässig? Wie können wir als Gemeinderätinnen Einfluss auf die Tagesordnung nehmen? Denn gerade in der Zeit der Krise sind Möglichkeiten des Austausches wichtig und notwendig, stehen viele Fragen unbeantwortet im Raum.

 

Wir informierten uns:

„Grundsätzlich wird die Tagesordnung vom Bürgermeister bestimmt. Bis zum Beginn der Sitzung kann dieser auch einen Verhandlungsgegenstand von der Tagesordnung absetzten. Auf Antrag einer Fraktion oder eines Sechstels der Gemeinderäte ist jedoch ein Verhandlungsgegenstand auf die Tagesordnung spätestens der übernächsten Sitzung zu setzten. Das betrifft allgemeine Themen.

 

Bei Fragen des Gemeinderats sieht es anders aus. Hier ein Auszug aus der Kommentierung Kunze/Bronner/Katz zu § 24 Randziffer 28a
 

"Mündliche Fragen in Sitzungen können weder durch die Geschäftsordnung noch durch Beschluss des Gremiums unterbunden werden. Für Fragen, die in der Sitzung eingebracht werden, aber mit keinem Tagesordnungspunkt in Verbindung stehen, kann in der Geschäftsordnung vorgeschrieben werden, dass sie nur zu Beginn oder nur am Ende der Sitzung oder innerhalb einer speziell dafür vorgesehenen Fragestunde für Gemeinderäte vorgebracht werden dürfen. Die spezielle Fragestunde für Gemeinderäte ist als Tagesordnungspunkt in der Tagesordnung aufzuführen."

 

Sogleich formulierten wir folgenden Brief an Bürgermeister Kleiner und informierten unseren neuen Hauptamtsleiter Alexander Giek und unsere Gemeinderatskolleg*innen.

Brief Bürgermeister
Unser Antrag vom 06.05.2020
Brief_BM_06_05_2020.pdf
PDF-Dokument [73.1 KB]

Kurz vor Ende der Gemeinderatssitzung stellten wir unsere Fragen, die anderen Fraktionen nutzten auch die Gelegenheit ihre Fragen los zu werden und so kam es zu einem regen Austausch. Abschließend gestattete Bürgermeister Kleiner auch noch den anwesenden Bürger*innen Fragen zu stellen.

 

Christine Fischer

Bau einer Amphibienleiteinrichtung
an der L4538

 

Manchmal kommt es anders als geplant. Gemeinsam finden die Verantwortlichen kreative Ideen zum Schutz und Fortbestand der Salamander, die auch ihre Daseinsberechtigung haben. Der Mensch hat die Verpflichtung, sich um deren Schutz zu kümmern – wenn wir schon deren Lebensraum zerstören, wie beim Bau der Landstraße L4538 geschehen, die den Weg der Tiere zu ihrem Laichgewässer durchtrennt.

 

Manche sagen, ob die eine oder andere Art ausstirbt, ist nicht so entscheidend für den Bestand der Ökosysteme. Wer so etwas erzählt, übersieht, dass bereits tausende Arten ausgerottet wurden und hunderttausende Arten gefährdet sind. Wir müssen uns unser Ökosystem wie ein dicht gewebtes Netz vorstellen: Es trägt uns – es ernährt uns, denn es ermöglicht uns, Getreide, Obst, Gemüse anzubauen. Es hält uns am Leben!

Jede einzelne Art ist ein Knoten im Netz. Und mit jeder Art, die wir als Mensch ausrotten, schneiden wir einen Knoten aus dem Netz. Ihr könnt euch vorstellen, dass das Netz dadurch immer schwächer und instabiler wird. Damit steigt auch die Gefahr ökologischer Katastrophen.

 

Bei uns im Enzkreis drohen die Salamander zu verschwinden.  Gerade in Ersingen und besonders dort, wo aktuell die Amphibienleiteinrichtung gebaut wird, gibt es noch Salamander. Diese werden mit der Erweiterung der Leiteinrichtung besser geschützt. Der Natur- und Artenschutz sichert die Artenvielfalt und letztlich auch unsere Lebensgrundlagen. 

Zwei sich kappelnde Salamander-Männchen.

 

Biodiversität ist nicht nur wichtig, um unsere Lebengrundlagen zu erhalten – sie ist manchmal auch sehr, sehr schön.

 

Christine Fischer

Neubau und Erweiterung der Amphibienleiteinrichtung an der K4835 

 

Eine Amphibienleiteinrichtung ist eine feine Sache - sie ersetzt die provisorischen Amphibienschutzzäune, die aufwendig aufzustellen und zu pflegen sind. Abendliches Sammeln, verbunden mit der Gefahr der Straßenquerung der Sammler*innen inklusive.

 
An der Kreisstraße zwischen Ersingen und dem Ersinger Kreuz gibt es glücklicherweise eine Amphibienleitanlage seit vielen Jahren. Trotzdem mussten provisorische Schutzzäune, die die zwei Anlagen verbinden und das Sammelgebiet erweitern, angebracht werden. Zudem ist die Anlage in die Jahre gekommen, Bauteile hatten sich gesetzt, Spalten sind entstanden, die von den Tieren - mehrheitlich Salamander genutzt wurden, um über die Straße zum Laichgebiet zu gelangen. 


Ab 14. April starten die umfangreichen Bauarbeiten an der K4538 für dieses vorbildliche Projekt. 


In einer Länge von 2 x 450 m, verbunden mit einem größeren Querschnitt der sieben Tunnels, können nicht nur Salamander sondern auch Kleintiere unbeschadet die Straße queren, den Bachlauf und das andere Wald- und Wiesengebiet auf der anderen Straßenseite  erreichen. 


Der Enzkreis hat dieses Vorzeigeprojekt initiiert, Susanne Lindacker und Heinrich Elwert von der Straßenmeisterei sind die Ansprechpartner*innen. Die Planung wurde vom Ingenieurbüro Bechert und Partner erstellt, die Baudurchführung erfolgt durch die Firma Strabag, mit dem zuständigen Bauleiter Herrn Knapp, Diplom Ingenieur Johannes Niederstraßer unterstützt den Bau der Amphibienanlage mit seiner Expertise. 

 

Die Strecke wird voll gesperrt. Die Umleitungen werden ausgeschildert. Die anschließenden Arbeiten werden über halbseitige Sperrungen weiter geführt. 


Wir bitten für euer und Ihr Verständnis. 

Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen oder Interesse?

 

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir freuen uns darauf!

Letzte größere Änderung:

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