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Unsere drei Gemeinderätinnen: "Wir freuen uns, tatkräftig an der Gestaltung der Zukunft unserer Gemeinde mitzuwirken. Für Ihre Anregungen sind wir offen, für Ihre Gespräche mit uns dankbar."

 

Ergebnis der Amphibienschutzaktionen in Kämpfelbach und dem Enzkreis 2019

 

Die jährlich stattfindende Besprechung der Amphibiensammler*innen im Enzkreis unter Leitung von Bettina Kopietz im Amt für Baurecht und Naturschutz war Ende 2019 alles andere als erfreulich.

 

Grund der getrübten Stimmung bei den 15 anwesenden Sammler*innen waren der Jahresbericht der einzelnen Sammelstellen und die Statistik, in die die zahlreichen Sammeldaten einfließen. Aufgrund der Klimaveränderung sind bereits heute etliche Laichgewässer nicht mehr funktionsfähig und werden auf Dauer nicht mehr haltbar sein. Der Naturschutz befinde sich nicht mehr in einer Veränderungs-, sondern bereits in einer Anpassungsphase, so Rose Jelitko, Amtsleiterin Amt für Baurecht und Naturschutz. Zukünftig müsse aus diesem Grund auch damit gerechnet werden, dass Laichgewässer und damit eventuell verbundene Sammelstrecken entfallen. Krass ausgedrückt - von manchen Arten werden wir uns hier verabschieden müssen!

Dies zeigen die Sammelzahlen 2019 eindrucksvoll. Wohingegen 2018 noch 39.591 Amphibien im Enzkreis gesammelt wurden, waren es im Jahr 2019 nur 25.555 Amphibien, was einem Rückgang von 35% entspricht und hauptsächlich dem trockenen Sommer 2018 zugeschrieben wird.

Die zahlreichen Sammelaktionen im Enzkreis werden von Mitarbeiter*innen des Landratsamtes begleitet und unterstützt. Auch einige Erhaltungsmaßnahmen, die sich auf Gehölzpflege und geringe Ausgrabungen an Laichgewässer beschränkten, wurden in Diefenbach, Remchingen, Schmie, Mühlacker und Lienzingen vom Landratsamt beauftragt – mit beachtlichem Erfolg.

 

An der Sammelstelle in Höhe der Fischteiche, am Radweg Ersingen-Ispringen wurden 1004 Kröten und vier Salamander gesammelt.

Trotz Trockenheit konnten wir auch 2019 am Quellaustritt Oberste Wiesen in Ersingen etliche Salamander beobachten. Salamander, die den gefährlichen Weg dorthin überlebten.

 

Die Zauneidechse ist „Reptil des Jahres 2020“ 

 

– anpassungsfähig und dennoch bedroht 

 

 

Die Zauneidechse wurde von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) zum „Reptil des Jahres 2020“ ernannt. Ihre Männchen sind zur Paarungszeit leuchtend smaragdgrün.

 

Ihr Verbreitungsgebiet reicht von England bis zum sibirischen Baikalsee und von Mittelschweden bis Griechenland. Zauneidechsen sind relativ anpassungsfähige Reptilien (= Kriechtiere), die eigentlich keine hohen Ansprüche an ihre Lebensräume stellen. Sie bewohnen strukturreiche Flächen im Offenland, Saum- und Übergangsbereiche an Wald- und Feldrändern, als Kulturfolger auch gerne Lebensräume in naturnahen Gärten oder entlang von Straßen, Bahnstrecken und Zäunen – daher ihr deutscher Name.

 

In Deutschland kommt die Art in allen Bundesländern vor. Leider verschwindet die früher allgegenwärtige Art aus der zunehmend ausgeräumten Landschaft. In der bereits zehn Jahre alten deutschen Roten Liste befindet sich die Zauneidechse noch auf der sogenannten Vorwarnliste. Das bedeutet, dass sich ihre Lage in den nächsten Jahren verschlechtern könnte. Auf den oft aktuelleren Roten Listen der meisten Bundesländer wird die Zauneidechse tatsächlich inzwischen bereits als gefährdet oder sogar stark gefährdet eingestuft.

Nicht nur die Art selbst ist streng geschützt. Da die Zauneidechse im Anhang der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union aufgelistet wird, ist es zudem verboten, ihre Lebensräume zu beschädigen oder zu zerstören. Dennoch sind Zauneidechsen bei großen Bauvorhaben oft die Leidtragenden und geraten durch teure Abfang- und Umsiedlungsaktionen in den Blick einer kritischen Öffentlichkeit. Anstatt solcher, nur selten erfolgversprechender Maßnahmen sind die Eingriffsvermeidung sowie Sicherung, Vergrößerung und Vernetzung vorhandener Lebensräume die bessere Lösung.                                                         Quelle: nabu

 

In der speziellen artenschutzrechtlichen Untersuchung zum Vorhaben „Bell“ in Kämpfelbach ist ein „Vorkommen von Zauneidechsen an Rand- und Saumstrukturen sehr gut möglich, es sind zudem aktuelle Vorkommen im TK 7017 bekannt.“ Bei Begehungen konnte keine Zauneidechsen gesehen werden, wohl aber bestätigten Anwohner*innen deren Vorkommen.

 

Christine Fischer

 

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